Fiona-Brix vom Leimensteig

Malinois

28. April 2007-10. Juni 2019

Seelenhunde hat sie jemand genannt – jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.

Fiona, mein Seelenhund. Mit 14 Wochen ist sie zu uns eingezogen. Ihre Aufzucht im schönen Appenzell war leider sehr reizlos und mit wenig Menschenkontakt. Als erster Malinois hat sie uns völlig überfordert, gleichzeitig auch begeistert.

Sie ist durch und durch Rassetypisch. Triebstark, kämpferisch, furchtlos, selbstbewusst, jagdbegeistert, fordernd, selbstständig, misstrauisch, stur, treu, sehr anhänglich, führerbezogen, hinterfragend und am Anfang überhaupt nicht für Beutespiele zu begeistern. Fremde Menschen mag sie nicht besonders, mit Artgenossen kommt sie gut klar, wenn sie sich ihr unterwerfen.

Ihre Reizschwelle war sehr gering und überlegte nicht lange zuzuschnappen wenn ihr etwas missfiel, dies jedoch nicht aus unsicherheit, denn das ist sie überhaupt nicht, sondern weil es ihr schlicht und einfach nicht passte, sprich, man hat ihre Individualdistanz missachtet.

Der Schutzdienst hat sie später in die richtige Bahn gelenkt. Aber auch heute noch interessiert sie sich mehr für die Person hinter dem "Aermel" als um den "Aermel" selbst. Sie hat gelernt mir ihr Leben zu vertrauen und ich, vertrauen in sie zu haben. Dieses Gefühl ist dermassen stark dass sie nicht mehr in ihr altes Muster zurückfällt, sondern führig und lenkbar bleibt.

Trotz, bzw. wegen ihrem Charakter musste sie beschäftigt werden. Niemand glaubte an unserem Erfolg, wir haben das Gegenteil bewiesen, sportlich wie auch im sozialen Bereich, mit viel Einfühlungsvermögen, Zeit, Geduld und Leckerlies. Es hat sich gelohnt!

Fiona, die beste Freundin von Senta, die Liebe von Hiax und meine Liebe des Lebens (Hund).

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Mein Leben ist nicht mehr so wie es war,
seit ich Dir zuletzt in Deine wundervollen Augen sah.
Viel zu früh – so scheint es mir - musstest Du mich verlassen,
ich kann es bis heute noch immer nicht fassen.
Wie lange ist es schon her, als ich zuletzt Deinen Namen rief,
doch der Schmerz ist unendlich, der Kummer sitzt tief.
Du hast mein Herz mit Sonne und Wärme erfüllt,
hast mit mir Freude und Kummer gefühlt.
Und wirst Du mir doch für immer und ewig fehlen,
die Erinnerung kann mir nichts und niemand mehr nehmen.
Deine Seele war voll Vertrauen und unendlicher Liebe,
nun ist davon nur die Erinnerung geblieben.
Und werde ich eines Tages auf meine letzte Reise gehen,
dann weiß ich, es gibt ein Wiederzusehen.
Es ist ein Stück Himmel, dass es Dich gibt,
so wie Du hat mich wohl kaum jemand geliebt.
Ich danke Dir für die schöne Zeit hier auf Erden,
und denke daran, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden.